Ratgeber · 4 Min. Lesezeit

Was ist ein Fachbetrieb nach WHG – und woran erkenne ich ihn?

Kurz gesagtEin Fachbetrieb nach WHG ist ein Betrieb, der nach § 62 AwSV von einer anerkannten Sachverständigenorganisation zertifiziert ist und von ihr überwacht wird. Die Zertifizierung gilt für festgelegte Anlagenarten und Tätigkeiten und ist auf zwei Jahre befristet. Nur solche Betriebe dürfen fachbetriebspflichtige Arbeiten an Heizölanlagen über 1.000 Liter sowie an unterirdischen Tanks unabhängig von der Größe ausführen.

Zertifizierung und Überwachung

Voraussetzung sind geeignete Geräte und Ausrüstung sowie mindestens eine betrieblich verantwortliche Person mit nachgewiesener Fachkunde. Die Sachverständigenorganisation überwacht den Betrieb und kontrolliert regelmäßig, ob die Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind.

Tätigkeitsbereiche lesen

Auf der Urkunde stehen Anlagenarten und Tätigkeiten. Bei der 1. ARGE TPO e. V. bezeichnen Großbuchstaben mit Zahl die Anlagenart (z. B. A4 = Heizölverbraucheranlagen) und Kleinbuchstaben die Tätigkeit (z. B. a = Errichtung, e = Stilllegung). Ein Betrieb darf nur die Arbeiten ausführen, für die er zertifiziert ist.

Checkliste für Hausbesitzer

  • Zertifikat zeigen lassen – mit Laufzeit und Tätigkeitsbereichen.
  • Passt der Tätigkeitsbereich zu der Arbeit, die Sie beauftragen?
  • Ist die Laufzeit noch gültig (Zertifizierung max. zwei Jahre)?
  • Erhalten Sie eine Dokumentation der ausgeführten Arbeiten?

Quellen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die aktuellen Gesetzestexte und die Vorgaben Ihrer Kreisverwaltungsbehörde.

Fragen zu Ihrem Heizöltank?

Rufen Sie an oder schicken Sie ein Foto per WhatsApp – Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ohne Callcenter und ohne Umwege.